
Mi smo za pravicu
Die erste Ausgabe einer Kurzgeschichtensammlung von Slavko Kolar. Sie schildert satirisch und mit warmherzigem Humor das Leben im kroatischen Dorf und in der Kleinstadt im Königreich Jugoslawien, den Kampf um Gerechtigkeit, politische Kompromisse, Korrupt
Slavko Kolar (1891–1963), einer der begabtesten kroatischen Erzähler humoristischer Geschichten, veröffentlichte 1936 im Verlag Matica Hrvatska den Kurzgeschichtenband Mi smo za pravicu. Das Buch ist eine Fortsetzung seiner früheren Sammlung Ili jesmo ili nismo (1933) und zählt zu den erfolgreichsten Werken seiner bäuerlich-satirischen Prosa.
Die Sammlung enthält mehrere Kurzgeschichten, darunter die titelgebenden Mi smo za pravicu, Breza, Kriza, Svoga tijela gospodar und weitere. Kolar schildert meisterhaft das Leben im kroatischen Dorf und des einfachen Mannes im Jugoslawien der Zwischenkriegszeit – Armut, politischen Druck, Korruption in der Regierung, Wahlmanipulation und den alltäglichen Kampf um Würde. Die titelgebende Kurzgeschichte, die in einer Anthologie veröffentlicht wurde, schildert den Bauern Janko, der den Arzt aufsucht, um eine Bescheinigung über seine Wahlniederlage zu erhalten. Sie symbolisiert den unerschütterlichen Glauben des einfachen Mannes an die Gerechtigkeit.
Kolars Stil zeichnet sich durch seine profunde Kenntnis der ländlichen Sprache, seinen feinen, aber bissigen Humor und seine Ironie aus. Hinter dem Lachen verbirgt sich oft Bitterkeit und Kritik an sozialer Ungerechtigkeit, Bürokratie und politischem Opportunismus. Seine Figuren – Bauern, Dorfärzte, Lehrer und Beamte – sind lebendig, überzeugend und voller Menschlichkeit.
Die Sammlung wurde zu ihrer Zeit für ihre Authentizität und künstlerische Reife gelobt. Heute gilt sie als Klassiker der kroatischen Prosa der Zwischenkriegszeit und als bestes Beispiel für Kolars Talent, Humor und Gesellschaftskritik zu verbinden. Wir sind für Gerechtigkeit ist nach wie vor relevant, weil sie zeitlose Probleme anspricht: den Kampf des kleinen Mannes gegen das System, Gewissenskonflikte und einen unerschütterlichen Glauben an die Gerechtigkeit.
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