
Wem die Stunde schlägt
„Wem die Stunde schlägt“ erzählt die Geschichte des amerikanischen Freiwilligen Robert Jordan während des Spanischen Bürgerkriegs. Hemingway schildert anhand von Liebe, Opferbereitschaft und Kampf die Kosten des Krieges und die Kraft menschlicher Solidari
Ernest Hemingways Roman Wem die Stunde schlägt spielt während des Spanischen Bürgerkriegs. Die Hauptfigur, Robert Jordan, ist ein amerikanischer Professor, der sich freiwillig zum Kampf auf republikanischer Seite meldet. Er wird einer Guerillagruppe zugeteilt, die eine Brücke zerstören soll, um den Vormarsch der gegnerischen Armee zu verlangsamen.
Während der Vorbereitungen trifft er auf Guerillakämpfer unterschiedlicher Charaktere. Der Anführer Pablo hat den Glauben an den Kampf verloren und fürchtet die Folgen der Aktion, während seine Partnerin Pilar Entschlossenheit beweist und zur moralischen Stütze der Gruppe wird. Eine besondere Rolle spielt María, ein junges Mädchen, das die Gewalt der Nationalisten überlebt hat. Zwischen ihr und Jordan entwickelt sich eine tiefe Liebesbeziehung, die inmitten der Schrecken des Krieges Hoffnung schenkt.
Je näher der Abschluss der Mission rückt, desto größer wird die Spannung. Trotz Meinungsverschiedenheiten und großer Gefahren gelingt es der Gruppe, die Brücke zu zerstören, jedoch unter schweren Verlusten. Jordan wird dabei schwer verwundet und beschließt, auszuharren und den Feind aufzuhalten, damit seine Kameraden, insbesondere María, fliehen können. Sein Opfer symbolisiert Treue, Mut und Verantwortungsbewusstsein.
Anhand der Schicksale seiner Figuren zeigt Hemingway die Sinnlosigkeit des Krieges, aber auch die Bedeutung von Liebe, Freundschaft und Solidarität. Die deutsche Übersetzung gibt den prägnanten und eindrucksvollen Stil des Autors getreu wieder und bewahrt die emotionale Wucht des Originals.
Paul Baudisch übersetzte den Roman 1941 als Erster ins Deutsche für den Verlag Bermann-Fischer in Stockholm. Diese Übersetzung galt jahrzehntelang als Standardtext und wurde in zahlreichen späteren Ausgaben verwendet, unter anderem auch in denen des Deutschen Bücherbundes. Erst 2022 erschien eine völlig neue Übersetzung von Werner Schmitz.
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