
Wer ohne Sünde ist...
Wer ohne Sünde ist... ist Susanne Seitz' Debütroman über die junge Lisa Wegner, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von einem Landgut nach München flieht, um dort ein künstlerisches und freies Leben zu finden.
Die Geschichte spielt in Deutschland kurz nach der Jahrhundertwende. Lisa Wegner wächst behütet auf einem Landgut auf, fernab vom aufregenden Leben der Großstädte. Schon als junges Mädchen rebelliert sie gegen die strengen konservativen Normen und moralischen Erwartungen ihrer Familie. Sie träumt davon, Künstlerin zu werden, und geht nach München.
In der bayerischen Landeshauptstadt taucht sie in die pulsierende, intellektuelle und bohemische Szene Schwabings ein – eine Welt der Künstler, Philosophen, der freien Liebe und sozialer Experimente. Dort erlebt sie Höhen und Tiefen, sexuelle und emotionale Abhängigkeit, Verluste und die Suche nach ihrer eigenen Identität.
Seitz schreibt idealistisch, philosophisch und zugleich sehr körperlich und leidenschaftlich. Der Roman erkundet die Themen weibliche Emanzipation, künstlerische Berufung, Einsamkeit und den Preis der Freiheit. Die Autorin idealisiert das Boheme-Leben nicht, sondern schildert es dramatisch und realistisch.
Das Werk ist charakteristisch für ihr späteres Schaffen: der Fokus auf starke Frauenfiguren, emotionale Abhängigkeiten, Selbstfindung und die Spannung zwischen Tradition und Moderne. Ein emotionaler und tiefgründiger historischer Roman über eine Frau auf der Suche nach ihrem Platz in einer sich wandelnden Welt.
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