
Megreov revolver
In dem Roman „Maigrets Revolver“ (1952) stiehlt ein junger Mann Maigrets Revolver aus einer Wohnung. Maigret entdeckt daraufhin eine Leiche in einem Koffer, die mit dieser Waffe getötet wurde. Eine Verfolgungsjagd zwischen dem jungen Mann und dem Opfer be
Maigrets Revolver ist der 40. Roman der Reihe um Kommissar Jules Maigret des belgischen Schriftstellers Georges Simenon. Dieser klassische Maigret-Fall beginnt mit einer persönlichen Begegnung: Während Maigret arbeitet, erscheint ein nervöser junger Mann in seiner Wohnung am Boulevard Richard-Lenoir, fragt nach ihm, stiehlt aber statt mit ihm zu sprechen einen Revolver – ein Geschenk amerikanischer Kollegen, das Maigret nie benutzt hat.
Madame Maigret ist bestürzt, und Maigret erkennt, dass der Dieb ernsthafte Absichten hat, da er Munition kaufen will. Die Ermittlungen führen schnell zu einer grausamen Entdeckung: Am Gare du Nord wird ein Koffer mit der Leiche des ermordeten Anwalts und Abgeordneten André Delteil gefunden, getötet mit Maigrets Revolver. Der junge Mann ist François Lagrange, der Sohn eines berühmten, aber geplagten Vaters, der sich in einer tiefen Krise und Verzweiflung befindet.
Geleitet von Intuition und Mitgefühl für menschliche Schwächen, folgt Maigret den Spuren nach London, wo sich der junge Mann versteckt hält und die Frau (Mutter oder Geliebte), die er töten will, in Gefahr ist. Simenon baut meisterhaft Spannung auf, ohne viel Action zu zeigen – der Fokus liegt auf Maigrets psychologischer Methode: Beobachtung, das Verstehen von Motivationen und das subtile Erfassen von Details. Die Atmosphäre ist melancholisch, mit typischen Pariser und Londoner Schauplätzen, und Maigret zeigt eine seltene emotionale Beteiligung, da der Fall in seinem eigenen Zuhause begann.
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